Erkältung

 

Was ist eine Erkältung?

Erkältung (auch als Verkühlung benannt) und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder Bronchien.

 

Sie kann Halsschmerzen, Schnupfen, Husten (Bronchitis) und Heiserkeit (im Rahmen einer Kehlkopfentzündung, der so genannten Laryngitis) sowie fast jede beliebige Kombination dieser Symptome zur Folge haben.

 

Die Infektionskrankheit wird überwiegend von sehr unterschiedlichen Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht (Sekundärinfektion, in diesem Zusammenhang auch Superinfektion genannt).

 

Die häufigsten Erkältungsviren gehören zu den Virusgattungen der Rhino-, Entero- und Mastadenoviren oder den Familien der Corona- und Paramyxoviridae.


Erkältungen treten vor allem im Herbst und Winter auf. Zwei bis vier Infekte pro Jahr sind für Erwachsene normal. Kinder können in zwölf Monaten durchaus acht bis zehn Mal von Husten und Schnupfen geplagt werden.

Erkältungskrankheiten sind bei Kindern und Säuglingen sehr häufig, wobei die Häufigkeit mit dem Alter abnimmt. Erkrankt ein Säugling etwa 6- bis 8-mal pro Jahr, so tritt dies bei Neunjährigen 3- bis 5-mal und bei Erwachsenen 1- bis 2-mal auf.

Die Häufigkeit kann durch eine besondere Exposition (Geschwister, Kindergarten u. a.) zusätzlich ansteigen. Das gilt auch für Erwachsene (Büro, Bahnfahrt, Bus, Familie).

 

Damit gehören Erkältungskrankheiten (respiratorische Infektionen) zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen.

 

Wie steckt man sich an?

Beim Niesen oder Husten in die Luft gelangte Erreger werden eingeatmet. Außerdem werden sie von Türgriffen und ähnlichem auf die Hände und von dort bei Berührung auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase übertragen, über die sie ebenfalls in den Körper kommen können.

 

Alles, was das Immunsystem schwächt, macht anfälliger für Erkältungen. Neben Unterkühlung also auch Stress, Schlafmangel und Krankheiten. Enger Kontakt erleichtert die Übertragung der Erreger. Bei großen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen haben die Viren also ein leichtes Spiel.

 

Wie lange dauert eine Erkältung?

Der Verlauf einer Erkältung ist sehr individuell. Als grobe Richtlinie gilt: Treten keine Komplikationen auf, sollten sich die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen Dauer eigentlich bessern und nach zwei Wochen praktisch verschwunden sein. Abweichungen davon sind jedoch möglich.

 

Grippe oder Erkältung?

Nicht zu verwechseln ist der grippale Infekt mit der deutlich schwerer verlaufenden „echten“ Grippe (Influenza), die besonders für immunschwache Personen, z. B. Säuglinge und alte Menschen, tödlich enden kann.

 

Leider ist die Abgrenzung nicht immer ganz einfach. Bei einer Grippe treten die Krankheitszeichen meist ganz plötzlich auf – im Gegensatz zur langsam beginnenden Erkältung. Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind bei der Grippe deutlich ausgeprägter. Daneben kommt es bei Influenza oft zu starken Kopf- oder Gliederschmerzen. Ein Hinweis auf eine echte Grippe ist auch hohes Fieber (mindestens 38,5°C, oft über 40°C).