Somatopsychologie

Psychosomatik - Psychische Erkrankungen durch körperliche Erkrankung

Somatopsychologie ist ein wissenschaftliches Konzept im Überschneidungsbereich von klinischer Psychologie und Medizin. Gegenstand der Somatopsychologie ist die Erforschung des Einflusses körperlicher Erkrankungen auf die Psyche als Gegenstück zur Psychosomatik. Während sich die Psychosomatik mit der Fragestellung befasst, wie Denken und Gefühle körperliche Funktionen nachhaltig stören, können umgekehrt auch organische Erkrankungen massive Auswirkungen auf emotionale und kognitive Prozesse ausüben. Der Begriff somatopsychisch wurde durch den deutschen Psychiater Maximilian Jacobi (1775–1858) eingeführt.

 

Eine alternative Definition von Somatopsychologie definiert sie als Konzept der Grundlagen- und Interventionsforschung zu psychologischen und sozialen Faktoren, die bei Entstehung, Verlauf, Behandlung, Prävention und Rehabilitation primär somatischer Erkrankungen eine Rolle spielen,[3] wobei hier der Unterschied zur Psychosomatik unscharf definiert ist.